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Blende Kamera – Verständnis für Fotografie, Belichtung und Tiefenschärfe

Blende Kamera – Verständnis für Fotografie, Belichtung und Tiefenschärfe

Damit in der Fotografie die Bilder nach Wunsch gelingen, ist die Wahl der richtigen Blende essentiell: Sie bestimmt, wie viel Licht auf den Sensor fällt, und definiert damit die Belichtungszeit und Schärfentiefe eines Bildes. Bei einem Porträt etwa ist eine geringe Schärfentiefe gegeben, wenn die abgebildete Person scharf und klar zu erkennen ist und der Hintergrund als Effekt leicht verschwommen bleibt. Der passende Fokus wird durch geeignete Blenden erreicht. Gleiches gilt für die Belichtung eines Fotos.

Was ist die Blende an einer Kamera?

Die Blende einer Kamera ist die hinten liegende Öffnung des Objektivs. Die Grösse der Öffnung ist variabel. Über eine Drehung regelst du, wie viel Licht auf den Sensor fällt. Die Blende erlaubt zwei wichtige Einstellungen, die Belichtung und die Verschlusszeit. Letzteres betrifft die Dauer der Bildbelichtung. Je länger diese ist, desto mehr Licht fällt auf den Sensor. Die Grösse der Blendenöffnung wird in der Blendenzahl mit f/ angegeben, beispielsweise mit f/2.8, f/5.6 oder f/11. Je höher die Zahl ist, umso kleiner ist die Öffnung. Wenn du f/2.8 einstellst, trifft relativ viel Licht auf den Sensor. Mit f/22 fällt sehr wenig Licht ein. Welche Zahlen du einstellst, kommt auf die Art deiner Kamera und deines Objekts an. Möglich ist auch das Bearbeiten der Blendenstufe. Dabei gilt immer:

  • kleine Zahl, grosse Öffnung, viel Licht
  • grosse Zahl, kleine Öffnung, wenig Licht

Wie funktioniert die Blende?

Du kannst die Funktion der Blende nach Wunsch beeinflussen, um tolle Bildeffekte zu erzielen. An vielen Kameramodellen ist die Steuerung durch ein kleines Rädchen auf der rechten Seite möglich. Du erkennst die Blendenzahl aber auch, wenn du auf das Display oder durch den Sucher schaust. Die Blende bestimmt Lichtmenge und Verschlusszeit. Die technischen Grundlagen für eine optimale Einstellung lernst du schnell, kannst natürlich auch etwas herumexperimentieren. Gerade Spiegelreflexkameras bieten viele manuelle und halbmanuelle Einstellungsmöglichkeiten des Objektivs, das ausserdem austauschbar ist. Bei Digitalkameras ist das etwas schwieriger, da diese viele Automatikprogramme haben und den Lichteinfall selbstständig anpassen. Eine Unschärfe lässt sich jedoch auch hier erzeugen.

Wie beeinflusst die Blende Sensor und Belichtungszeit?

Die Blende beeinflusst durch ihren Durchmesser am Objektiv sowohl die Belichtung als auch die Schärfentiefe. Je weiter du sie öffnest, desto geringer ist die Schärfentiefe, was bedeutet, dass bestimmte Details im Foto dann unscharf werden. Je weiter du die Blende öffnest, desto stärker verschwimmt der gesamte Hintergrund und erhält so weniger Schärfentiefe. Beim Schliessen dagegen verringert sich die Unschärfe und es wird mehr Schärfentiefe erzeugt. Gleiches gilt für die Belichtung des Motivs. Bei geschlossener Blende kann es dir passieren, dass deine Fotografie misslingt und die Aufnahme verwackelt oder unterbelichtet gerät. Du musst dabei immer bedenken: Je weiter du die Blende schliesst, desto weniger Licht trifft auf den Sensor. Die richtige Belichtung hängt daher auch von weiteren Faktoren ab, so vom ISO-Wert oder von der Belichtungszeit.

Wie stelle ich die Blende über das Objektiv ein?

Jede Kamera und jedes Objektiv hat verschiedene Blendenzahlen und Modi zu bieten. In der Regel sind das der M-, A-, S- und P-Modus oder der M-, Av-, Tv- und P-Modus. A steht für „Aperture“, was auf Englisch „Blende“ bedeutet. Er gestattet die manuelle Bestimmung der Blendenzahl. Du kannst entsprechend selbst entscheiden, wie viel Licht auf den Sensor fallen soll. Gleichzeitig sorgt aber auch die Kamera automatisch dafür, dass deine gewählte Blendenzahl die passende Verschlusszeit erhält. Damit wird das Bild immer korrekt belichtet.

Welche Blende benötige ich für welche Fotografie?

Welche Blende du verwendest, bleibt dir überlassen und ist Geschmackssache. Empfehlenswert für Einsteiger ist eine geringe Tiefenschärfe. Wenn du fotografisch experimentieren möchtest und auch künstlerisch kreativer sein willst, ist eine Kamera sinnvoll, die dir erlaubt, das Objektiv auszutauschen. Viele Objektive sind so konzipiert, dass sich die Blende relativ weit öffnen lässt und auch ohne Blitz oder dazugehöriges Stativ klare und detailgenaue Bilder schiesst, die selbst bei wenig Licht nicht verwackeln. Sehr gut geeignet sind Festbrennweiten, die du weit öffnen kannst. Das geht hinunter bis f/1.2 oder f/1.8. Bei einsteigerfreundlichen Kameras sind Festbrennweiten von 50 Millimeter beliebt.

Wie lässt sich die Blende für tolle Fotos einsetzen?

Die Blende und die Veränderung ihrer Grösse nutzt du, um die auf den Sensor eintreffende Lichtmenge zu regulieren. Sinnvoll ist das bei ungünstigen Lichtverhältnissen oder bei Dämmerung. Dann solltest du die Blende weit öffnen, sodass das vorhandene Licht auf den Sensor trifft. Genauso praktisch ist die Veränderung der Blendenzahlen, um Tiefenschärfe zu erreichen, damit der Hintergrund leichter oder ganz verschwimmt. Die Blende dient dir als Stilmittel in der Fotografie. Willst du einen gestochen scharfen Hintergrund, lässt sich das ebenfalls über die Blende regulieren.

Durch welche weiteren Faktoren lässt sich die Tiefenschärfe bestimmen und wie funktioniert die Brennweite?

Die Blende ist einer von drei Faktoren zur Bestimmung der Tiefenschärfe. Weitere sind:

  • Brennweite des Objektivs (Weitwinkel oder Teleobjektiv)
  • Entfernung der Kamera zum Motiv

Die Technik ist einfach: Die gewünschte Unschärfe erreichst du mit der Brennweite eines Teleobjektivs, während ein Weitwinkelobjektiv gestochen scharfe Bilder ermöglicht. Die Brennweite entspricht dem Zoom der Kamera. Gleiches gilt für den Abstand. Ist deine Kamera nahe am Motiv, wird das Bild unscharf, ist sie weiter weg, werden Details erkennbar.

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